Blutegel-Therapie

 

Bild 3 - Ein Blutegel hat sich bereits gelöst (links), ein weiterer Blutegel wird sich in Kürze lösen. Die Blutung lässt man "laufen", ein wichtiger Bestandteil der Therapie

 

Geschichte und Wirkungsmechanismen der Blutegel-Therapie

Der medizinische Blutegel kommt schon seit Jahrhunderten in der Medizin zum Einsatz.

Das Wort „Egel“ stammt aus dem Griechischen: echis = kleine Schlange. Der Egel sondert in die Bisswunde den Wirkstoff Hirudin ab, der die Blutgerinnung hemmt sowie Egline, die als entzündungshemmend gelten.
Er saugt etwa 10 ml Blut und weitere 50 ml werden durch die Nachblutung ausgeleitet.

Neben Aderlass, blutiger Schröpfkopfbehandlung, Cantharidenpflasterbehandlung und Baunscheidtismus gehört die Blutegelbehandlung zu den sogenannten ausleitenden Verfahren.

Die Naturheilkunde will mit den ausleitenden Behandlungsverfahren Stoffe aus dem Körper entfernen, welche einer aktiven reparativen Selbstheilung entgegenstehen.

Indikationen

  • Arthrose (schmerzlindernd)
  • klimakterische Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Muskelverspannungen
  • Stoffwechselstörungen
  • venöse Stauungen und Venenentzündung (Krampfadern)

Kontraindikationen

  • Einnahme von gerinnungshemmenden, blutverdünnenden und quecksilberhaltigen Medikamenten
  • Antihistaminika z.B. Zyrtec
  • Infektionen
  • Autoimmunerkrankungen
  • angeborene und erworbene Bluterinnungsstörungen (Antikoagulation)
  • Blutarmut (Anämie)
  • arterielle Insuffizienz und arterielle Stauungen
  • bekannte Allergien gegen das Sekret des Blutegels (z.B. Hirudin)

Durchführung der Therapie

Am Tag der Behandlung sollten keine Seifen und Kosmetika benützt werden. Raucher(innen) sollten das Rauchen auf das Minimum reduzieren, da die Blutegel auch auf diese Gerüche empfindlich reagieren. Eine Therapie kann bis zu zwei Stunden dauern. Sie wird je nach Lokalisation der behandelnden Stelle sitzend oder liegend vorgenommen. Ausserordentliche Wetteränderungen (Blitz, Donner etc.) können ebenso die Durchführung einer Therapie verunmöglichen, da auch hier die Blutegel empfindlich reagieren resp. schon längst vorher das anbahnende Gewitter spüren.

Nachsorge

Die Blutegel werden solange belassen, bis sie sich von selbst lösen. Danach werden die Bissstellen mit losen, sehr dicken Verband versorgt. Die Dauer der Nachblutung beträgt 4 bis 12 Stunden. Die Blutung soll nicht unterdrückt werden denn sie bildet ein Bestandteil der Therapie. Die Blutung ist wichtig zur Wundreinigung und hat entstauenden Effekt.

Sie sollten für den Tag der Behandlung Ruhe einplanen und körperliche Betätigung vermeiden. Viel Trinken ist für die Unterstützung des Kreislaufes wichtig.

Ein Juckreiz der Wunde nach der Blutstillung ist nicht ungewöhnlich. Die Wunde darf nicht gekratzt werden, um Sekundärinfektionen zu vermeiden. Abwaschen mit kühlem Wasser kann lindernd wirken.

Nebenwirkungen

werden selten beobachtet, können aber auftreten:

Lokale Reaktion (Schmerz bei Behandlungsbeginn, ca 5 Minuten, vergleichbar mit einem Brennesselstich; Rötung/Verfärbung der Bissränder bis zu ca. 14 Tagen; Schwellungen, auch verbunden mit lokalem Spannungsgefühl; Juckreiz für ca. 2-3 Tage), Kreislaufreaktionen (z.B. Blutdruckabfall), allergische Reaktionen.

Eine Narbenbildung ist möglich, doch verschwindet diese nach einiger Zeit meistens auch wieder.

Grundsätzlich wird vor jeder Blutegel-Therapie während eines separaten Gesprächs (Anamnese) entschieden, ob eine Blutegel-Therapie durchgeführt werden kann.

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Kontakt

Marlene Grossenbacher
kant. appr. Heilpraktikerin
Therapie-Egge Länggasse Bern
Fabrikstrasse 24
CH-3012 Bern

Telefon: 079 410 27 20

Therapiezeiten nach Vereinbarung

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